Smart Casual Look: Der gehobene Freizeitstil

Sarah Wirgenings

Ein Stil zwischen Freizeit und Business: Smart Casual Look. Dieser Dresscode ist allerdings alles andere als nur für die Freizeit geeignet. Im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem normalen Casual Look, gilt Smart Casual traditionell als Bürokleidung oder kann zu zahlreichen Veranstaltungen getragen werden. So zum Beispiel bei einer Einladung auf eine Grillparty oder zum Abendessen im Restaurant. Sie ist somit besonders gut für geschäftliche Anlässe geeignet.


 

Smart Casual Look - Ein geschichtlicher Einblick

Smart Casual gibt es im Vergleich zu anderen Dresscodes als Begriff noch nicht so lange. Er wurde das erste Mal in den 1920er Jahren in einer Zeitung aus den Vereinigten Staaten erwähnt. Dies heißt jedoch nicht, dass der Stil erst seit dieser Zeit existiert. Es gab ihn schon zuvor vereinzelt, wurde jedoch noch nicht als richtiger Dresscode definiert. Richtig publik wurde der Kleidungsstil somit erst in den 1950er Jahren, als der Spagat zwischen Formalem- und Alltagsstil in der Mode kleiner und weniger streng wurde. Grundlegend liegt der Ursprung des Smart Casual im Business Casual, der noch förmlicheren Variante mit Krawatte und Anzug.


Freizeitkleidung mal anders: Das macht den Smart Casual Dresscode aus

Im Gegensatz zum Business- und normalem Casual geht Smart Casual den Mittelweg: Er ist für zwanglose, aber dennoch geschäftliche Anlässe gemacht. So zum Beispiel ein Essen mit Kollegen oder gemütliche Barbecues. Aber auch an Abenden von Geschäftsreisen kann man den Look tragen.

Wie Smart Casual angewendet wird, ist allerdings von Person zu Person unterschiedlich und wird auch anders beschrieben. Prinzipiell gilt jedoch: Weniger ist mehr. Auf aufwendige Accessoires sollte man bei diesem Stil fast vollständig verzichten. So sind Krawatten beispielsweise unangebracht. Es sollte nichts Auffälliges getragen werden.

Für Herren gilt hier:

Eine ordentliche Hose, z.B. Chinos, ein sauberes Hemd, allerdings ohne Manschettenknöpfe und mit offenem obersten Kragenknopf, welche in der Hose getragen wird. An kalten Tagen kann man durchaus auch eine vom Stil und der Farbe her passende Jacke tragen. Auch die Schuhe sollten ordentlich sein. Hier gilt vor allem: Keine Turnschuhe.

Bei all diesen Regelungen muss man jedoch beachten, dass das Outfit trotz alledem keinen zu starken Business Charakter hat. Einen vollständigen Anzug sollte man von daher nicht tragen. Als unauffällige Accessoires wären jedoch Einstecktücher und Uhren passend. Auch ein Gürtel, oder stilsichere Armbänder sind gute und angebrachte Accessoires.

Für die Damen gilt:

Hier gibt es prinzipiell ähnliche “Vorschriften” wie bei der Herrenbekleidung: Kostüm, Rock, Bluse, Hose und ordentliche Schuhe. An kalten Tagen auch ein schicker Pullover. Hier ist es ebenfalls erlaubt eine schöne Jacke, oder passende Jeans zu tragen.



 

Die No-Gos vom Smart Casual Look

Wie bereits erwähnt solltest Du auf bunte Farben und auffällige Muster  verzichten. Prinzipiell sind hier Pastell- und Brauntöne angebracht. Möglich ist zusätzlich dunkelblau. No-Gos sind wie bei den meisten förmlicheren Kleidungsstilen Turnschuhe, Flip-Flops, Sandalen oder zu kurze, freizügige Kleidung. Auch durchsichtige Blusen solltest Du nicht tragen. Ebenfalls zu Alltäglich sind T-Shirts und Hoodies, löchrige oder zu kurze Hosen, Trägertops und Pantoletten. Außerdem solltest Du nicht zu viele Accessoires an Dir haben. Eine Armbanduhr und ein Gürtel sind ausreichend. Wenn Du diese Tipps beachtest, wird Dein Smart Casual Look perfekt werden.


Einige weitere bekannte Dresscodes

Abgesehen von Smart Casual gibt es natürlich auch noch zahlreiche weitere Stile, die zu bestimmten Anlässen passend sind. Bereits genannt wurden Business Casual und der klassische Freizeitlook Casual. Während Ersteres einen Anzug voraussetzt, hat man beim Zweiteren alle Freiheiten der Welt. Von Turnschuhen zu löchrigen Hosen ist alles erlaubt.

Aber es gibt auch speziell private Kleiderordnungen für formale Anlässe, so z.B. für Hochzeiten. Hier gelten Dresscodes wie Black Tie oder Informell. Black Tie setzt im Allgemeinen, wie der Name bereits andeutet, eine schwarze Fliege voraus. Dazu sollten Männer einen Smoking, weißes Hemd und Frauen ein langes Abendkleid tragen.

Informell ist im Gegensatz dazu jedoch vom Stil her anders, als der Begriff denken lässt. Hier trägt man keinen Casual Look, sondern passt den Stil eher Richtung Business Casual an. Allerdings sind bei Informell Knielange Kleider mit Strumpfhosen für Frauen erlaubt, während von Männern Anzüge getragen werden.



BeWooden - Sarah Wirgenings
Sarah Wirgenings
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